Aus der Welt der Apistogramma nijsseni: Neue Arten und unerwartete Gemeinschaften im Aquarium

Dr. Vladko Bydžovský
České Budějovice
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Der Komplex Apistogramma nijsseni erlebt eine aufregende Zeit dank der Entdeckungen aus dem peruanischen Fluss Cenepa. Erfahrungen mit neuen Arten wie Apistogramma cenepa und Apistogramma ladislao sowie mit ihrer Zucht neben Apistogramma nijsseni ließen nicht lange auf sich warten.

Neuigkeiten im Komplex Apistogramma nijsseni: Entdeckungen aus dem Rio Cenepa nach dem Ende der Kämpfe

In den letzten Jahren hat es im Komplex Apistogramma nijsseni Dinge gegeben. Wie ich bereits bei den neu entdeckten roten Zwergziersamler - Nannostomus sp. super red erwähnt habe, die ebenfalls aus dem Norden Perus aus dem Grenzgebiet Peru/Ecuador stammen, begannen etwa nach 2021 Touristen hierher zu kommen, sobald die Kämpfe nachließen (in den oberen Flüssen Pastaza und Morona befinden sich Erdölvorkommen). Und hier ist einer der oberen Zuflüsse des Amazonas, der in den Rio Maranon mündet (oder wie auch als Rio Morona angegeben wird). Der Rio Cenepa ist ein kleiner Fluss, der am östlichen Hang der Cordillera del Cóndor entspringt. Von dort wurden auch viele neue Arten von Buntbarschen gebracht, darunter auch solche, die einige als Apistogramma cenepa I oder Apistogramma cenepa II, anderswo (insbesondere in Japan, Taiwan und China) werden diese Fische als Apistogramma ladislaoEs sind jetzt sogar 4 Arten bekannt! Ich hatte bereits die Möglichkeit, einige dieser Neuheiten zu besorgen.

Von der Unsichtbarkeit zu einem neuen Paar

In ein 40-Liter-Aquarium, das reichlich mit Pflanzen bewachsen ist und in dem ich normalerweise Zwerggarnelen habe, habe ich ursprünglich ein Paar eingesetzt. Apistogramma cenepa IIoder auchApistogramma Ladislao IEs sind aber ein paar Monate vergangen und ich wusste nichts von den Fischen.

Nach einer Weile, in dem Glauben, dass dort nur noch junge schwimmen. Nannostomus trifasciatusIch habe dort ein junges Paar hereingelassen. Apistogramma nijsseni. Das Weibchen war gut gelaunt, und so freute ich mich auf ihren Ablaich. Was aber am nächsten Tag passierte, überraschte mich. Das Weibchen war in der Laichfärbung und das Männchen drängte sich zwischen die Wand des Aquariums und den Schaumstofffilter. Dieses Bild kenne ich aus Situationen, in denen im Aquarium ein dominanter und ein submissiver Männchen sind. Nach längerer Suche habe ich schließlich herausgefunden, dass das dominante Männchen (laut meiner falschen Einschätzung) bereits der „verschwundene“ Männchen ist.Apistogramma cenepa II.

Apistogramma nijsseniübernimmt die Kontrolle: Von der Brut zu den Jungen

Im weiteren Verlauf wusste ich jedoch praktisch nichts über ihn. Das Aquarium, bzw. seine linke Hälfte, wurde von einem Weibchen beherrscht. Apistogramma nijsseni, die sich zunächst sorgfältig um das Gelege kümmerte, das in einem keramischen Röhrchen versteckt war, bis sie schließlich 8 Junge herausbrachte. In der rechten Hälfte schwammen die erwähnten Kleinstfische. Diese beiden Arten vertragen sich normalerweise recht gut, und so gedeihen sie bei guter Fütterung auch entsprechend.

Warnung vor Kreuzung: Komplex Apistogramma nijssenials Beispiel

Die gegenseitige Kreuzung von Arten ist ein häufiges Phänomen bei Wirbeltieren, insbesondere bei Fischen. In der ersten filialen Generation von Hybriden (F1-Hybriden) sind häufig schnelleres Wachstum, längeres Überleben und höhere Toleranz gegenüber Umweltbedingungen oder Resistenzen gegen Parasiten im Vergleich zu den Elternarten zu beobachten. Ich bin kein Befürworter von interspezifischer Kreuzung.Diese häufige interspezifische Kreuzung ist seit Jahren beispielsweise bei der Gattung bekannt.Hypancistrus, wann empfohlen wird, in einem Tank nur eine Art dieser Gattung zu halten. Aber auch bei Apistogramma nijsseni Komplex sollte sich nicht mehrerer Arten zusammen verhalten. Andernfalls werden wir möglicherweise eine Reihe interessanter Kreuzungen erleben!

Fotografie:

  1. 40-Liter-Aquarium, in dem neben Cichliden und kleinen Fischen auch mehrere Jungtiere leben Hyphessobrycon saizi.
  2. MännchenApistogramma sp. Ladislaus I.
  3. Die drohende Haltung und Färbung des Weibchens lassen eindeutig erkennen, wo die Grenzen des Territoriums liegen.
  4. Das Weibchen kümmert sich sorgfältig um den Nachwuchs.
     
Veröffentlicht: 17. März 2025
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